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Vom Haustier zum Onlinestar – wie Petfluencer die Onlinewelt erobern

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Während Influencer mit ihren Social Media Kanälen regelmässig in der Kritik stehen und viele Menschen einfach nur noch genervt von ihnen sind, sind die sogenannten Petfluencer auf dem Vormarsch. Diese tierischen Accounts auf Instagram und Co. machen den Mega-Influencern inzwischen ernsthaft Konkurrenz und kommen teilweise auf mehrere Millionen Follower.

Aber was macht die hässliche Katze mit dem Unterbiss oder einen gewöhnlichen Igel plötzlich so berühmt und bringt Millionen Menschen dazu, ihrem Account auf Instagram zu folgen? So, dass Herrchen oder Frauchen inzwischen als Vollzeit-Manager von ihrem Haustier leben können?

Vom Influencer zum Petfluencer

Eigentlich hatte man das Gefühl, die Ära der Influencer wäre gerade erst gestartet. Wie aus dem Nichts gingen Unternehmen auf einmal dazu über, statt berühmter Persönlichkeiten, die in Werbespots im Fernsehen für ihre Produkte warben, gewöhnliche Instagrammer zu verpflichten. Dazu mussten diese keinerlei Talente oder Bekanntheit vorweisen – eine gewisse Reichweite in den sozialen Medien genügte. Zuerst waren es die grossen Bekleidungsfirmen, die ihre Marken unauffällig in alltäglich wirkenden Bildern der Instagram Stars unterbrachten. Inzwischen gibt es keine Branche mehr, die nicht auf das sogenannte Influencer Marketing setzt.

Warum sollte das also nur mit Menschen und nicht auch mit Tieren funktionieren? Seit Werbeagenturen und Unternehmen die Wichtigkeit von Influencer Marketing erkannt haben und ein Grossteil der Beiträge aller grösseren Accounts in den sozialen Medien aus Werbung besteht, fühlen sich immer mehr Menschen von ihren Idolen getäuscht. Da kommt die Alternative Haustier gerade recht. Wirken Grumpy Cat und Mr. Pogee doch so niedlich und unschuldig.

Mit Grumpy Cat fing alles an

Jeder erinnert sich wahrscheinlich an Grumpy Cat, die berühmte Katze mit dem Unterbiss, die 2012 durch ein Video, das ihre Besitzerin auf Youtube gepostet hatte, weltberühmt wurde. Auch wenn die Katze inzwischen das Zeitliche gesegnet hat, folgen noch immer knapp drei Millionen Menschen ihrem Instagram Account.

Danach eroberten beispielsweise der Mops Doug the Pug, mit inzwischen 3,8 Millionen Followern und der Igel Mr. Pokee mit 1,5 Millionen Followern die Online-Welt. Was mit niedlichen Tierbildern vom eigenen Haustier begann, ist für die Besitzer der neuen Instagram Stars inzwischen zum knallharten Geschäft geworden. Auf ihren Bildern werden selbst Uhren, Kosmetik und Kleidung vermarktet. Viele der Petfluencer haben sogar ihre eigenen Merchandise Artikel.


Grumpy Cat - das Original

Grumpy Cat hat den Weg für alle weiteren tierischen Influencer geebnet und hat sich damit einen Legendenstatus im Internet erarbeitet. (Bild: JStone – shutterstock.com)


Das Geschäft mit den Petfluencern

Wie ihre menschlichen Vorgänger werden die Tiere zu Testimonials und Werbebotschaftern für namenhafte Unternehmen, drehen Werbespots und werden zu weltberühmten Gesichtern im Social Media. So war Grumpy Cat beispielsweise als Gesicht des Katzenfutterherstellers Friskies bekannt. Die Besitzerin des Chihuahua-Dackel-Mischlings Tuna, bekannt unter dem Namen Tuna melts my heart, hat sogar ein Buch im Namen ihres Hundes veröffentlicht.

Wolfshund Loki, der knapp zwei Millionen Fans auf Instagram sein Eigen nennt, kann Werbepartner wie GoPro, Mercedes und Toyota zu seinen Referenzen zählen. Damit verdienen die Tiere, oder besser gesagt deren Herrchen und Frauchen, teilweise mehrere 100 Millionen Dollar im Jahr.

Der Grund für den Erfolg der Petfluencer liegt klar auf der Hand: Tiere bieten weitaus weniger Angriffsfläche als Menschen. Nur wenige Menschen reagieren nicht positiv auf ein niedliches Katzenvideo oder einen Werbespot, indem ein Hund die Hauptrolle spielt. Den Tieren fliegen die Herzen der Konsumenten automatisch zu. Damit lassen sich viele Produkte, vor allem wenn sie thematisch zum Tier passen, ideal verkaufen. Futtermittelhersteller und Hundeschulen sind beispielsweise optimale Werbepartner für die tierischen Influencer.

Neben lukrativen Werbeverträgen verdienen viele Petfluencer Geld mit ihren eigenen Produkten. Vom Kaffeebecher mit dem eigenen Gesicht, bis hin zu T-Shirts und Armbänder reicht die Palette. Diese Merchandising Produkte der tierischen Internet Stars sind meist sogar teurer als die, berühmter Persönlichkeiten wie Madonna oder den Rolling Stones.

Die frühen Petfluencer

Tiere in der Werbung sind dabei nicht mal eine Innovation. Wie gut sie potenzielle Käufer emotional erreichen, wussten selbst Marken wie Milka, mit ihrer lila Kuh oder Bärenmarke, mit dem süssen Teddy Bär. Inzwischen ist man auf reale Tiere zum Anfassen umgestiegen. Und noch etwas hat sich geändert: Petfluencer verkaufen heute nicht nur Leckerlis und Kratzbäume, sondern ausserdem Kameras, Autos und Handys. Auch im Bereich der Petfluencer gibt es inzwischen kaum eine Branche, die es nicht schaffen würde, eine Verbindung zu einem vierbeinigen Online-Star herzustellen.

Petfluencer erschaffen

Dank des grossen Erfolges hat sich in den letzten Jahren ein riesiger Markt aus dem Petfluencer-Phänomen entwickelt. Selbst in Deutschland gibt es inzwischen zahlreiche Agenturen, die sich auf die Vermarktung der Tiere spezialisiert haben. Unter den Petfluencern in den Karteien befinden sich in Deutschland zwar viele Tiertrainer oder professionelle Züchter – aber auch immer mehr Privatpersonen, die das eigene Haustier gross raus bringen möchten. Dabei wird teilweise viel Zeit in das Hundetraining investiert, um mehr Kontrolle über das Tier zu haben.



Haustiere bieten eben täglich neues Material für den Instagram Account und stehen meist bereitwillig als Fotomodell zur Verfügung. Schon ein Bild kann genügen, um den eigenen Hund oder die Katze weltberühmt zu machen und im Anschluss werbewirksam zu verkaufen.

 

Titelbild: Iryna Kalamurza – shutterstock.om


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