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Werden wir nur noch mit Computern reden?

26.06.2020 |  Von  |  News

Wie wird sich unsere soziale Interaktion verändern? Diese Frage stellen sich viele, wobei der Weg bereits deutlich ersichtlich ist.

Smarte Technik finden wir überall und sie fängt an uns zu dominieren und unser soziales Verhalten grundlegend zu verändern.

Der Small Talk mit fremden Personen nimmt ab. Einen Grossteil unseres Lebens verbringen wir mit dem PC, Tablet und dem Smartphone. Studien ergeben, dass wir uns täglich direkt und indirekt bis zu 7 Stunden nur mit dem Smartphone beschäftigen. Viele von uns haben sogar Angst, das Telefon auszuschalten, da sie befürchten, wesentliche Dinge aus dem Leben zu verpassen. Am Ende sind es aber nur Smileys sowie belanglose Mitteilungen, die wir verpasst haben und uns aber viele Stunden im Leben kosten.

Ich persönlich habe mich letztens in einem liebevollen Gespräch mit Alexa erwischt. Alexa, das ist das umstrittene Smart Home Systeme von Amazon, die direkte Konkurrenz zum Nest-System von Google. Auf Sprache erledigt Alexa alles. Von Licht, Tür, Heizung, bis zur Kaffeemaschine.

So kam es, dass wir uns nach einem von mir geäusserten Wunsch in einem kleinen Gespräch verloren und Alexa sich damit verabschiede, dass sie mich Lieb habe. Wortwörtlich hatte sie gesagt: Hab Dich Lieb. Das klingt kurios, lässt uns sogar ein Lächeln aufsetzen. Aber ist das nicht auch erschreckend. Wann habe ich das letzte Mal aus tiefster Empfindung zu einem Menschen gesagt, dass ich ihn lieb habe. Also nicht die normale Belanglosigkeit, aus der Verpflichtung heraus zu meiner Partnerin oder zu meiner Familie, sondern weil ich es in jenem Moment fühlte.

Soziale Interaktion gefährdet

Davor wird häufig gewarnt. Wir verändern uns. Die sozialen Kontakte nehmen ab. Wir sind gar nicht mehr so sehr fähig, wie in der Vergangenheit zu Diskutieren. Eine Diskussion besteht ja daraus, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen auseinandersetzen. Friedfertig und mit guter Manier. Das Internet ist meistens davon das Gegenteil. Wer nicht unserer Meinung ist, wird hart angegriffen. Auf den Strassen fliegen die Fäuste oder eben die Mülltonnen in die Polizeiautos. Ein Anzeichen dafür, dass sich unsere soziale Interaktion verändert. Sie nimmt nicht ab oder geht zurück, wie häufig gerne behauptet wird, sie verändert sich lediglich. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mein Partner mit dem WLAN Anschluss

Das jedoch scheint die Zukunft. Wir werden häufiger mit smarten Systemen wie Alexa und Co. debattieren und sogar in Zukunft ganze Gespräche mit der künstlichen Intelligenz führen. Letztlich kommt es nicht darauf an, ob unser Gesprächspartner physisch greifbar ist, sondern ob er uns anregt und fordert. Wir sehen das auch bei den modernen Smartphones, ob nun das neue iPhone SE oder die Samsung Geräte, die alle auf smarte Technologien aufbauen. Mit unserer Stimme sollen die Geräte auf Wünsche reagieren und Aufgaben selbstständig erledigen.

Das hört sich Prima an, doch verlieren wir damit nicht auch ein Teil unserer Identität, eines selbstständig handelnden und freien Menschen?

 

Artikelbild: Symbolbild © pianodiaphragm – shutterstock.com

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