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Krankenkasse: Das kommt auf Schweizer Versicherte zu

24.09.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Krankenkasse: Das kommt auf Schweizer Versicherte zu
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Die Schweizer Krankenkassen gewährleisten in der Schweiz lebenden Personen ein sehr gut funktionierendes System für die notwendige medizinische Versorgung. Regelmässige Änderungen im Gesundheitswesen sollen das System optimieren und ausbauen. Dazu werden Projekte ins Leben gerufen, die Abänderungen ebenso vorsehen wie Streichungen oder das Hinzufügen neuer Regeln.

Im Vordergrund steht dabei hauptsächlich eine Vermeidung von Übervorteilungen, die sowohl die Krankenkasse als auch den Versicherten betreffen kann.

Aus für zu hohe Prämien

Es ist allgemein bekannt, dass in einigen Kantonen deutlich zu hohe Versicherungsprämien bei den Krankenkassen verlangt werden. Dem wollen die Gesundheitspolitiker nach Angaben des Tagesanzeigers nun ein Ende setzen und scharfe Kontrollen für jede Krankenkasse einführen. Vor allem geht es dabei um die Herstellung einer Balance zwischen Prämienleistung und Kosten, die auch dort greifen soll, wo die Prämien bisher zu hoch angesetzt wurden. Wer im Vergleich zur Versicherungsprämie wesentlich geringere Gesundheitskosten hervorruft, soll künftig eine Rückerstattung seitens seiner Krankenkasse erhalten. Die Gesundheitskommission des Nationalrats will bei ihren jährlichen Prüfungen nur dann zu hohe Prämien für das Folgejahr genehmigen, wenn sie in einem ausbalancierten Verhältnis zu bisher angefallenen Gesundheitskosten stehen.


Die Krankenasse in der Schweiz ist im Wandel. (Bild: © DOC RABE Media - Fotolia.com)

Die Krankenasse in der Schweiz ist im Wandel. (Bild: © DOC RABE Media – Fotolia.com)


Krankenkasse für Kinder in Zukunft gratis?

Laut „NZZ am Sonntag“ fordern die Mitglieder des Nationalrats, dass die Krankenkassenprämien für Kinder bis zum Alter von 18 Jahren wegfallen sollen. Dies findet insbesondere Anklang unter den SP- und CVP-Parlamentariern, die dies befürworten und damit einen ersten Grundstein für das Projekt gelegt und die Idee bis ins Parlament vorgebracht haben. Die Finanzierung dieses Vorhabens müsste aus der Bundessteuer getragen werden. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Milliarden Schweizer Franken und dementsprechend wäre eine Erhöhung der Bundessteuer zu erwarten. Für Familien bedeutet dies eine Entlastung des Haushaltsbudgets. Eltern müssten demzufolge lediglich für die Franchise sowie für den Selbstbehalt aufkommen.

Änderungen im Raum Zürich bei Prämienvergünstigungen

Wo ehemalige Studentinnen und Studenten bisher jahrelang von Vergünstigungen der Krankenkassenprämien profitierten, sind bereits Pläne in Arbeit, die das in Zukunft verhindern sollen. Prämienvergünstigungen von Krankenkassen sind für die Personen ausgelegt, die sich in einem finanziell schwachen Bereich bewegen, zu denen überwiegend auch die Studentinnen und Studenten während der Studienzeit zählen. Doch beziehen sich die Prämien auf aktuelle Steuererklärungen, die allerdings auf einem Zeitraum beruhen, der jahrelang zurückliegen kann. Dies bedeutet, dass viele ehemalige Studenten bereits als gutverdienende Akademiker tätig sind, aber in der Prämienberechnung noch Steuererklärungen aus der Studienzeit berücksichtigt werden. Während im Kanton Basel-Stadt bereits eine Meldepflicht bei deutlichen Einkommensänderungen besteht, will nun auch Zürich nachziehen, wie man dem Tagesanzeiger entnehmen kann.



Generell sollen in Zürich auch gutverdienende Eltern von Auszubildenden zur Verantwortung gezogen werden beziehungsweise die Möglichkeiten auf eine Prämienvergünstigung ihrer Kinder im Ausbildungsstadium eingeschränkt werden. In 22 von 26 Kantonen ist dies bereits durchgesetzt und wird bald auch in Zürich praktiziert. Auch wer ein Eigenheim besitzt und aufgrund von steuersenkenden Investitionen oder Ausgaben als Nutzniesser der Prämienvergünstigungen seitens der Krankenkasse profitieren konnte, wird hier zukünftig keine Vorteile mehr erzielen können.

 

Oberstes Bild: © B. Wylezich – Fotolia.com

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